HANF als Wirtschaftsmotor nach der COVID-19 Pandemie

Letzte Woche hat der Europäische Industriehanfverband (EIHA) auf seiner Website ein Manifest veröffentlicht, in dem er dazu aufruft, Hanf als Nutzpflanze zu akzeptieren, und verurteilt die derzeitige Klimasituation:

„Die heutigen Umwelt- und Gesundheitskatastrophen sind der Preis, den die Welt für negative Externalitäten bezahlt, die sich aus dem globalen Wirtschaftswachstum ergeben, das auf Individualismus, Gier und Missachtung aller anderen Lebensformen beruht“.

Das Manifest befasst sich mit der Frage, inwieweit Hanf zu einer grünen und nachhaltigen Zukunft für unseren Planeten beitragen kann, indem er als nahrhaftes Lebensmittel und organisches Non-Food-Produkt verwendet wird, ohne Boden und Luft zu verunreinigen.

Um das wirtschaftliche Potenzial von Cannabis rasch zu entwickeln, sind weltweit erstmalig innovative Gesetzesänderungen erforderlich, um die Voraussetzungen für eine rasche Freigabe des Cannabismarktes zu schaffen, wenn die strafrechtlichen Beschränkungen aufgehoben werden, sowie eine Reihe anderer Beschränkungen für Cannabis, unter anderem (1):

  • maximaler THC (Tetrahydrocannabinol)-Gehalt von 0,3% im Saatgut, dann könnten die Landwirte Sorten anbauen, die der Verbrauchernachfrage entsprechen.

Die rasche Einführung einer weitreichenden, proaktiven und stärkenden Gesetzgebung ist notwendig, um einen positiven Einfluss auf die ländlichen Gebiete und darüber hinaus zu haben. Wirtschaftliche Vorteile wie die Schaffung von Arbeitsplätzen für Landwirte würden zu Umweltveränderungen und Wachstum beitragen (2).

Zur Umsetzung dieser Veränderungen sind starke Forderungen und klare Entscheidungen erforderlich.

EIHA-Vorschläge:
  1. Der Beitrag der Hanfpflanze zur Umwelt sollte anerkannt und die Verwendung von Hanf in der Landwirtschaft zur Aufnahme des Kohlendioxids aus der Atmosphäre gefördert werden.
  2. Die EU-Mitgliedsstaaten sollten die Drogenkontrollgesetze nicht auf Hanf und seine Folgeprodukte anwenden, solange die für den THC-Gehalt festgelegten Grenzwerte eingehalten werden.
  3. Der maximal zulässige THC-Gehalt auf dem Feld sollte auf 0,3% angehoben werden.
  4. Den Unternehmern sollte es erlaubt sein, in allen Teilen der Anlage zu ernten und jede Art von Produkt zu vermarkten, wobei die THC-Grenzwerte eingehalten werden müssen.
  5. Hanf und Hanfzubereitungen (wie z.B. Extrakte) mit natürlich vorkommenden Cannabinoidgehalten sollten nicht als neuartige Lebensmittel angesehen werden.
  6. Es sollten vernünftige Richtwerte für THC in Lebens- und Futtermitteln festgelegt werden.
  7. Alle aus Hanf gewonnenen Rohstoffe sollten als Inhaltsstoffe für Kosmetika zugelassen werden.
  8. Die EU sollte die Verwendung von Hanffasern für die Herstellung von Kurz- und Langfasern für Textilien schätzen und fördern und den Aufbau nachhaltiger Wertschöpfungsketten begünstigen.
  9. Die Verwendung von auf Hanf basierenden Bau- und anderen Materialien sollte sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor gefördert werden, mit klaren Zielen für die vollständige oder teilweise Substitution anderer, weniger nachhaltiger Alternativen.
Zusammenfassung

Mit einem Wort: „Die Welt wurde auf den Kopf gestellt“, und wir als Weltbürger sollten darüber nachdenken und nicht tatenlos zusehen.

„Der Mentalitätswandel muss nun in konkrete Vorschläge und letztlich in entschlossenes Handeln umgesetzt werden, denn nur ein drastischer Paradigmenwechsel wird es uns ermöglichen, aus dieser gefährlichen Flugbahn herauszukommen“.

Wir glauben wirklich, dass Hanf in diesem Spiel zählt, und deshalb glauben wir, dass dieses Manifest zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt gekommen ist.

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