Was sind Terpene

Was sind Terpene und warum sind sie so wichtig, was ist ihre Funktion in Kombination mit anderen Cannabinoiden? Hier versuchen wir, diese Frage zu beantworten.

Genau, wie Cannabinoide, sind Terpene aktive flüchtige Substanzen im Hanf, die therapeutische Eigenschaften aufweisen.

Sie haben eine äußerst positive Wirkung auf den menschlichen Körper und können daher bei Bekämpfung zahlreicher Beschwerden nützlich sein.

Terpene sind aromatische Verbindungen, die nicht nur für das spezifische Aroma, sondern auch für den Geschmack verantwortlich sind. Sie sind nicht nur im Hanf, sondern auch in Kiefer, Ingwer und anderen Pflanzen zu finden.

Die häufigsten Terpene, die im CBD-Öl auftreten, sind Monoterpene und Sesquiterpene. Beide Arten befinden sich in Haardrüsen der Blätter und Blüten und werden in Form von klebrigem Harz abgesondert. Wichtig ist, dass sie keine psychoaktive Reaktion zeigen und nicht zur Gruppe der Cannabinoide gehören, obwohl sie von den gleichen Harzdrüsen produziert werden, die an der Produktion von CBD beteiligt sind.

Terpene erfüllen verschiedene Funktionen in Pflanzen, die wichtigsten sind:

– Schutz gegen hohe Temperatur

– Schutz vor Insekten und Pflanzenfressern

Monoterpene sind für die Abwehr von Insekten verantwortlich, Sesquiterpene bilden Bitterstoffe und wehren Pflanzenfresser ab und können in einigen Fällen Wirkung von Pestiziden reduzieren.

Die wichtigsten Terpene, die in Cannabis zu finden sind, sind:

Limonen ist Hauptbestandteil von Zitronenöl und anderen Zitrusfrüchten. Bei einigen Krankheiten hat es eine therapeutische Wirkung und antiseptische Eigenschaften vor allem gegen die für Akne verantwortlichen Bakterien. Die an Tieren durchgeführten Tests legen nahe, dass dieses Terpen eine anxiolytische Wirkung hat (Bildung von Neurotransmittern – Serotonin und Dopamin im Gehirn). In kleinen Dosen verwendet, kann es Wirksamkeit des Immunsystems und Verdauungssystems erhöhen und Entwicklung von Brustkrebszellen verhindern.

Pinen ist Hauptbestandteil vom Kieferharz und Harz von anderen Nadelbäumen. Es ist für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Es wird auch als Bronchodilatator beim Menschen verwendet. Wenn dieses Terpen in Form von Dampf niedriger Konzentration inhaliert wird, bewirkt es eine größere Assimilierbarkeit der Cannabinoide. Es wirkt sich ebenfalls aufs Gedächtnis positiv ein.

Myrcen. Dieses Monoterpen ist in hoher Konzentration in Limetten, Mangos, Hopfen enthalten und ist Hauptbestandteil des wilden Thymianöls. Es wird in der Naturheilkunde und Kräutermedizin verwendet, hat beruhigende, schmerzstillende, schlaffördernde und muskelentspannende Eigenschaften. Neuere Studien zeigen, dass verschiedene Hanfsorten unterschiedliche Myrcenmengen enthalten. Die Indica-Sorte hat 80 bis 90 % aller Terpene, während Sativa weniger aufweist.

Caryophyllen ist ein Gemisch aus drei Verbindungen: α-Caryophyllen, β-Caryophyllen und Caryophyllenoxid, das durch Oxidation von Zitronenmelisse und Eukalyptus entsteht und zur Sesquiterpengruppe gehört. Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich um eins der weniger flüchtigen Terpene handelt, die gegen die Decarboxylierung resistent sind, also um die Verbindung, die in Cannabisextrakten am leichtesten zu finden ist. Caryophyllenoxid beteiligt sich am Abwehrsystem von Pflanzen, wirkt als Insektizid und Antimykotikum. Die gleiche Rolle in Pflanzen spielt CBC. Caryophyllen hat antimykotische und entzündungshemmende Eigenschaften. Es wirkt in zwei Stufen: erstens blockiert es Entwicklung von Entzündungen und zweitens hemmt Wirkung des Cannabinoidrezeptors CB2. Die letztere Wirkungsweise macht β-Caryophyllen zum ersten der „Nicht-Cannabinoide“, das direkt vom Menschen konsumiert werden kann und eine breite Palette positiver therapeutischer Eigenschaften hat: entzündungshemmend (auch bei atopischen Entzündungen), schmerzlindernd, gerinnungshemmend und schützend.

Synergische Wirkung

Synergismus – ein Begriff, der in der Pharmakologie verwendet wird, um ein Phänomen zu beschreiben, bei dem Verwendung von zwei oder mehreren Medikamenten eine stärkere Wirkung hat als bei getrennter Verabreichung.

Tests haben gezeigt, dass Kombination von Terpenen mit anderen im Hanf vorkommenden chemischen Substanzen, einschließlich der Cannabinoide, eine stärkere Wirkung hat als eine der Substanzen allein. Wenn sie zusammenwirken, können sie beide direkt wirken und therapeutische Eigenschaften anderer Cannabinoide, einschließlich der CBD, verstärken.

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